Irische Meisterschaft 2018, Eindrücke

Geschrieben von Micha Frenzel am 15.05.2018
Einige Old-Boys von ESV haben am vergangenen Wochenende daran teilgenommen: Sprint, Mittel, Lang, Staffel in der Umgebung von Donegal, ganz im Nord-Westen, drei Stunden ab Dublin.
Der Irische Verband ist vergleichsweise klein; in der Ergebnisliste finden sich nur 330 Starter, auch einige aus Nordirland bzw. GB.

VorschaubildDie Kategorien unter 20 waren nur dünn besetzt im Unterschied zu den Seniorenklassen.
Senioren- ganz überwiegend männliche – waren auch die Basis der sehr schmalen Organisation.
Dennoch waren alle Abläufe gut und fehlerfrei organisiert, und es stand sogar für jeden Lauf eine eigene Karte zur Verfügung.
Die Karten waren von exzellenter Qualität, gut generalisiert und lesbar – außer die der Staffel.
Bei dieser war mit Ä 2,5 das Relief partiell schlecht lesbar, weil überzeichnet, und die ALS-Linien wurden offensichtlich direkt in Höhenlinien umgewandelt; was sehr unruhige Konturen ergibt.
Die Gelände waren baumlose Wildweiden, sehr fein strukturiert, teilweise steil, teilweise steinig, permanent sumpfig, enorm uneben und kraftraubend und technisch anspruchsvoll.
Nicht grundlos wurden nur Läufer mit Pfeife ins Gelände gelassen und jeder Finisher peinlich genau ausgetragen.
Bei unirischen Wetterbedingungen – nämlich ohne Regen – waren alle Läufe reiner OL-Genuss
VorschaubildDie weniger als sieben Minuten pro Kilometer der HE finde ich ziemlich respektabel, ebenso, wie die 10,6 in der H65.
CC waren Comunity-Center, die dort für die verstreut liegenden Gehöfte und Cottages in ordentlicher Verfassung zur Verfügung stehen, mit jeweils einem großen Saal und geradezu liebevoller Versorgung, allerdings ohne Waschmöglichkeit.
Überhaupt fand ich die Freundlichkeit und Zuwendung bemerkenswert.
Bemerkenswert ist auch das sehr flexible Staffelsystem, bei dem ab den Seniorenklassen – ähnlich unserem D-Cup – „Alterspunkte“ in der Summe die Kategorie einer Mannschaft definieren.

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